31.08.2013 Der Tag des Vergessens

17:45 Uhr trafen wir uns am Proberaum. Schnell alles (?) einladen, die Zeit drängt. Wir mussten ja noch bis nach Haan fahren. Die Stimmung war durchwachsen, da jeder privat seine Probleme zu bewältigen hatte. Aber davon wollten wir uns ja nicht beeinflussen lassen.

Tag-des-Vergessens

Wir alle wollten Spaß!

In Haan angekommen konnten wir uns noch den Rest des Auftritts der Kollegen ‘‘Groove Fabrik“ ansehen. Die Stimmung unter uns wurde zunehmend besser, weil wir gleich das machen konnten, was wir gerne machen, gemeinsam musizieren. Ein Ventil bei dem wir unseren Frust für ein paar Stunden vergessen können.

Langsam hieß es die Instrumente und Equipment in Richtung Bühne zu transportieren, da wir für den kompletten Aufbau nur knappe 30 Minuten Zeit hatten. Und nun sollten wir etwas erleben, was noch keiner von uns in seiner Musikerlaufbahn erlebt hatte.

Wir hatten entscheidendes, technisch nötiges Equipment vergessen. Einfach vergessen mitzunehmen. DI-Boxen, Effektgeräte und vor allem unser Mischpult. Wir hatten zwar jede Menge Kabel usw., aber woran sollten wir die anschließen?


Wow!! Was jetzt? Haan JochenKeiner von uns hatte jetzt mehr die Möglichkeit etwas aus Remscheid zu holen. Wie wollten wir jetzt dem Publikum einen vernünftigen Sound bieten? Blamage hoch 3. Schnell hatten wir alles zur Verfügung stehende Equipment durchgesucht und eine Bestandsaufnahme gemacht.

Die Band Groove Fabrik war jetzt mit ihrem Auftritt fertig und wir mussten aufbauen. Sollte das heute für uns der Tag werden, an dem wir eine Niederlage erleiden würden? Ein Tag zum Vergessen?

Nein! Das konnte nicht sein. Wir hatten kurz die Köpfe zusammengesteckt, einen kurzen Schlachtplan entwickelt und die Instrumente aufgebaut. Mit den Technikern vor Ort wurde schnell das zur Verfügung stehende Material gesichtet und mit der Verkabelung begonnen. Wir hatten zwar nicht genügen Kanäle an dem geliehenen Mischpult, aber egal, es musste uns einfach genügen. Schließlich hatten wir ja keine Wahl.

Jetzt kam das fast Unvorstellbare. Wir waren in knapp einer halbe Stunde spielbereit. Zwar sehr spartanisch, aber das war uns erst mal egal. Aus der Front kamen ein paar nicht zu verachtende Töne. Den großen Soundcheck hatten wir uns aus Zeitgründen gespart und einfach angefangen zu spielen. Der Mann am Mischpult Namens Nils und sein netter Kollege Frank hatte ganze Arbeit geleistet. Der Sound war mehr als ok.

Im Nachhinein war das ein sehr guter Auftritt, mit einem super Publikum. Wir hatten einen irren Spaß und konnten das gleich beim ersten Song auf das Publikum übertragen. Um 22:00 Uhr mussten wir leider aufhören. Das Publikum wollte Zugabe über Zugabe. Der Veranstalter musste Einhalt gebieten, da die Anwohner nach 7 Wochen Dauerbeschallung auch einmal wieder ihre Ruhe haben wollten. Das war natürlich mehr als verständlich. Schade eigentlich!

Jetzt hieß es, schnell abbauen und ab nach Hause.

Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder nach Haan. Nette Leute, guter Sound und ein hoher Spaßfaktor.

Fachwerk Coverband ©2013

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